• Es geht auch um Lebensqualität

Es geht auch um Lebensqualität

30.08.2017    

Am 24. September 2017 stimmen wir über einen Gegenvorschlag zur «Anti-Stau-Initiative» ab.

Mit der Vorlage – ein gemeinsamer Vorschlag von Regierungs- und Kantonsrat – soll der motorisierte Privatverkehr als wichtigstes Verkehrsmittel analog dem öffentlichen Verkehr in der Verfassung explizit verankert werden. Es geht dabei nicht um ein konkretes Strassenbauprojekt. Vielmehr wird der Staat dadurch verpflichtet, für ein leistungsfähiges Strassennetz zu sorgen.

Über 60 Prozent der im Kanton Zürich gefahrenen Personenkilometer werden mit dem motorisierten Individualverkehr (MIV) bewältigt. Zudem kommen 57 Prozent der mit dem ÖV gefahrenen Strecken auf Busse, die ebenfalls im Strassennetz verkehren. Eine leistungsfähige Strasseninfrastruktur dient also dem MIV und dem ÖV gleichermassen.

Ein ineffizientes Strassennetz führt zu Stau, beeinträchtigt die Sicherheit und bedeutet letztlich auch Stress für alle. Auf Zürcher Strassen muss derzeit für eine Reise von 60 Minuten eine durchschnittlich um 33 Minuten längere Fahrzeit eingeplant werden. Ein Schweizer Automobilist steht im Mittel 27 Stunden im Stau, der Zürcher 54… 

Staus verursachen im Kanton Zürich einen volkswirtschaftlichen Schaden von rund 250 Millionen Franken pro Jahr. Eine weitere Verschlechterung dieser Verkehrssituation gilt es zu verhindern. Eine Reduktion der bestehenden Leistungsfähigkeit einer Strasse soll daher zukünftig zwingend im umliegenden Strassennetz kompensiert werden.

Von einem flüssigen Verkehr profitieren alle Verkehrsteilnehmer gleichermassen: Die gesamte auf Mobilität angewiesene Bevölkerung, Wirtschaft und Pendler sparen Zeit und Geld. Letztlich geht es um einen funktionierenden Wirtschaftsstandort und unsere Lebensqualität.